chinesische Festtagsgerichte

Zu den bedeutendsten traditionellen Festen zählen das Frühlingsfest, das Laternenfest, das Qingming-Fest, das Drachenbootfest und das Mittherbstfest.

Das Frühlingsfest (Chunjie)

Jedes Jahr gegen Ende des Winters feiert das chinesische Volk dieses erste traditionelle Fest des Jahres voller Begeisterung. An diesen Tagen werden Frühjahrs-Spruchpaare und Neujahrsbilder zur Dekoration an oder in Wohnhäu-sern angebracht. Am Silvesterabend, dem Vorabend des Frühlingsfestes, versammelt sich die ganze Familie zu einem reichlichen Silvester-Essen und sitzt danach in fröhlicher Runde, sich unterhaltend und spielend, zusammen, um den Beginn des neuen Jahres zu erwar-ten. Am frühen Morgen des nächsten Tages geht man zu Bekannten u»d Freunden zum Neujahrsbesuch, man wünscht einander alles Gute für das neue Jahr. Während des Frühlingsfestes finden vielerorts zahlrei-che traditionelle Kulturveranstaltungen statt, von de-nen die Darbietungen von Löwentänzen, Later-nentänzen, Bootstänzen und Stelzengehen besonders verbreitet sind.

Das Yuanxiao-Fest (Laternenfest)

Der 15. Tag des ersten Monats nach dem Bauernkalender mit der ersten Vollmondnacht nach dem Frühlingsfest ist das Yuanxlao-Fest, auch Laternenfest genannt. Dazu gibt es seit alters Yuanxiao, kleine Kugeln aus Klebreisteig mit einer süßen Füllung, die das Zusammenfinden der Familie symbolisieren. Der Brauch, beim Yuanxiao-Fest Laternen anzuzünden, entstand im ersten Jahr-hundert v. Chr. und ist bis heute weit verbreitet. In dieser Nacht begehen viele Städte I,aternenfeste, indem verschiedenartig geformte bunte Laternen ausgestellt werden. In ländlichen Gebieten werden Feuerwerks-körper abgebrannt, man geht auf Stelzen, führt Dra-chenlaternen vor, tanzt den Yangge-Tanz, schwingt sich auf der Schaukel usw.

Das Qingming-Fest

Um den fünften April jedes Jahres ist das Qingming-Fest. Es war ursprünglich ein Fest der Ahnenopfer. Auch heute noch gedenkt man an diesem Tag der verstorbenen Angehörigen und der Gefallenen und trauert um die Märtyrer der Revolution. Zu dieser Zeit ist es bereits wärmer, Gräser und Bäume beginnen zu sprießen. Die Familien wandern gewöhnlich in die Umgebung der Stadt ins Grüne, man läßt Drachen steigen, freut sich an der Frühlingsland-schaft. Deshalb wird das Qingming-Fest manchmal auch Taqing-Fest genannt, was so viel heißt wie ,,auf grünes Gras treten".

Das Duanwufle (Drachenbootfest)

Es wird am 5. Tag des fünften Monats nach dem Bauernkalender begangen. Dieses Fest ist dem Gedenken an den patrio-tischen Dichter Qu Yuan (etwa 340-278 v.Chr.) gewid-met, der in der Periode der Streitenden Reiche im Staat Chu lebte. Mehrfach hatte er dem König vorgeschla-gen, die Korruption am Hofe zu bestrafen. Daraufhin wurde er verleumdet und vom König in die Verban-nung geschickt. Als 278 v.Chr. die Truppen des Staates Qin die Chu-Hauptstadt eroberten, stürzte sich Qu Yuan aus Verzweiflung in den Fluß Miluo. Als die Menschen am Fluß dies hörten, ruderten sie mit Boo-ten hinaus, um seinen I,eichnam aus dem Wasser zu bergen. Seitdem werden alljährlich an jenem Tag auf Chinas Flüssen Drachenbootrennen veranstaltet. Ausserdem wirft man in Bambusrohr gestopften Reis in den Fluß, um Qu Yuan zu opfern. Die traditionelle Speise beim Duanwu-Fest sind Zongzi, in Bambusblät-ter eingewickelte Reisklöße.

Das Zhongqiujie (Mittherbstfest)

Das Mittherbstfest fällt auf den 15. Tag des achten Monats nach dem Bauernkalender. In alter Zeit opferte man bei jedem Mittherbst dem Mondgott Kuchen, die man mit großer Sorgfalt gebacken hatte. Nach dem Opfer wur-den die Kuchenstücke verteilt und von allen gegessen, was das Wiederzusammenfinden der Familie symboli-siert. Diese Sitte ist bis heute in China verbreitet. In der Mittherbstnacht scheint der Mond besonders hell. Im hellen Mondschein setzt sich die ganze Familie zusammen, bewundert den Mond und ißt die süßen Mondkuchen. Familienangehörige, die oft weit vonein-ander entfernt leben, blicken in den hellen runden Mond und denken dabei an ihre Lieben. Verse von Li Bai (701-762), einem großen Dichter der Tang-Zeit, sind bis heute in aller Munde: ,,Man hebt den Kopf und blickt zum hellen Mond. Man senkt den Kopf und denkt an die Heimat."

Außerdem begehen die nationalen Minderheiten ihre eigenen traditionellen Feste, beispielsweise das Wasserfest bei den Dai, das Nadamu-Fest bei den Mongolen, das Fackelfest der Yi, das Danu-Fest der Yao, das Märzfest bei den Bai'das Sing- und Tanzfest bei den Zhuang sowie das tibetische Neujahrsfest und das Erntefest bei den Tibetern.


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Unter den verschiedenen Küchenstilen Chinas sind die Shandong-, die Sichuan-, die Guangdong-, die Fujian-, die Jiangsu-, die Zhejiang-, die Hunan- und die Anhui-Küche am bekanntesten. Man nennt sie die "acht wichtigen Richtungen der chinesischen Küche". Die Jiangsu- und die Zhejiang-Küche zeichnen sich durch leichten Geschmack und feine Zubereitung aus. Die Shandong- und die Anhui-Küche haben den Ruf, viele frische Zutaten zu verwenden und einzigartige Zubereitungsmethoden anzuwenden. Die Guangdong- und die Fujian-Küche sind durch die Vielfalt und die Frische der Zutaten und durch delikate Saucen verschiedener Geschmacksrichtungen gekennzeichnet. Was die Sichuan- und die Hunan-Küche anbelangt, so gilt sie als reichhaltig und raffiniert. Die Essgewohnheiten der Menschen in Nord- und Südchina sind unterschiedlich. Generell kann man sagen, dass in Nordchina Weizenmehlgerichte als Hauptnahrung bevorzugt werden.

Am besten ist, Sie kommen nach China und erproben die reiche chinesische Küche selbst. In China sagt man: Einmal sehen ist besser als hundertmal hören. Und für die chinesischen Speisen gilt natürlich: Einmal davon kosten ist besser als hundertmal darüber lesen!

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